Taijiquan ist sowohl Kampfkunst als auch Lebenskunst. Es ist die Kunst Yin und Yang in Balance zu bringen, die Kunst, Körper, Energie und Geist zu nähren und zu harmonisieren. Genauer heißt das, zu lernen, sowie dem eigenen Körper eine neue Struktur und Aufrichtung zu geben sowie Spannungen und Blockaden abzubauen. Dadurch kann Lebensenergie (Qi) besser zirkulieren und neue Synergien werden möglich. Als Kampfkunst lehrt uns Taijiquan stabil zu werden und unsere Bewegungen aus der Mitte heraus mit unserer Vorstellungskraft (Yi) zu führen. Wir lernen uns ruhig und kontemplativ zu bewegen, unter Druck zu loszulassen, nachzugeben ohne davonzulaufen und wie der Gegner zum Partner wird, der uns hilft mehr über uns selbst und andere zu lernen. Um das alles umzusetzen aktivieren wir den "Herzgeist" (Xin) oder das "Tiefenbewusstsein", das Geheimnis jeder höheren Kampfkunst.
Wir unterrichten das System von Meister Huang Xingxian (1910-1992). Dieses System besteht im Grunde aus drei verschiedenen Stilen. Während seiner Jugend lernte Huang das Baihequan, den Stil des weißen Kranichs seiner Heimat Fujian, gemeinsam mit dem Luohanstil, einem sehr alten Shaolinstil. Später erlernte er Taijiquan von Zheng Manqing. Huang Xingxian verstand es, alle drei Stile zu einem einzigartigen System zusammenzufügen und so neue Synergien zu nutzen.